Zum Glück - (Kurzfilmsampler)

Zum Glück3 Kurzspielfilme
Regie: Léa Lando & Stéphane Marelli, Magali Barbé, Teppo Airaksinen
Deutschland 2021

insgesamt 27 Minuten
empfohlen ab 12
Jahren - Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG
 



Mehr oder weniger zum weiten und mit viel subjektivem Interpretationsspielraum behafteten Thema „Glück“ handeln die drei Kurzfilme. Sie beleuchten verschiedene Seiten des Themenfeldes und werfen unterschiedliche Fragen auf:

Smile (13 Min., deutsch, deutsche Untertitel, französisch)
Joséphine hat seit ihrer Kindheit einen dauerhaft traurigen Gesichtsausdruck. Das schränkt ihr Leben ein und verbaut ihr Möglichkeiten. Eines Tages wacht sie jedoch mit einem Lächeln auf, welches nicht mehr verschwinden will. Sie stellt fest, dass auch ein ständig fröhliches Gesicht nicht für alle Lebenslagen angemessen ist.

This Time Away (15 Min., englisch, deutsche Untertitel)
Nigel lebt verwahrlost und verbittert, abgeschieden von der Welt. Er lässt niemanden mehr an sich ran; auch seine Tochter nicht, die versucht, sich um ihn zu kümmern. Eines Tages steht jedoch ein alter Blechroboter vor der Türe. Weil er nicht spricht und sich nützlich erweist, akzeptiert Nigel seine Anwesenheit. Allmählich beginnt Nigels Verhärtung aufzuweichen.

Keppi (11 Min., finnisch, deutsche Untertitel)
Aava ist ein sebstbewußtes und willensstarkes Mädchen. Ihr größter Wunsch ist ein eigener Hund. Ihre Eltern verwehren ihr diesen Wunsch jedoch. Aava soll erst einmal beweisen, dass sie in der Lage wäre, die Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen und bekommt von ihrem Vater, einen Stock "zum Üben". Wie lange soll diese "Prüfung" aber dauern und erhält Aava ihren Hund, wenn sie sich bewährt?

Schlagworte: Trauer, Verständnis, Gefühle, Glückserfahrungen, Lebenserfahrungen, Missverständnisse, Umwelt, Wahrnehmung, Werte, Normen, Sampler, Alter, Verantwortung, Kurzfilmkino




Religionskritik - Von den Anfängen bis heute
                       
ReligionskritikDokumentarfilm
Reg
ie: Thomas D. Fischer
Deutschland 2020
16 Minuten
empfohlen ab 14 Jahren -
Infoprogramm gemäß § 14 JuSchG




Schon früh in der Geschichte der Religionen gab es Stimmen, die die Existenz Gottes in Frage stellten. Der Widerstreit zwischen Glauben und Vernunft deutete sich bereits bei den Vorsokratikern mit ihrem Motto „Vom Mythos zum Logos“ an. Auch wurde in der Antike schon der Anthropomorphismus, also die Ähnlichkeit von Gottesvorstellungen und den Menschen, die diese Vorstellungen hatten, erkannt. Später, vor allem im 19. Jahrhundert, wurde zusätzlich Kritik an der Praxis der Religionen und kirchlichen Institutionen laut. Feuerbach, Marx, Nietzsche und Freud gelten als Klassiker dieser Form der Religionskritik. Heute stehen vor allem Dawkins und Dennett stellvertretend für die Positionen des sogenannten „Neuen Atheismus“. Die animierte Produktion spannt überblicksartig den Bogen von der Antike über die Theodizeefrage und die Klassiker bis hin zur Gegenwart. In Auseinandersetzung mit den Entwürfen und Argumenten der Religionskritik sind Schülerinnen und Schüler herausgefordert, eine eigene Position zu entwickeln.


Schlagworte:
Atheismus, Friedrich Nietzsche, Fundamentalismus, Philosophie, Theodizee, Gottesglaube, Weltanschauungen, Religion





Merkmale einer Verschwörungstheorie

Cover VerschwörungDokumentarfilm
R
egie:Jürgen Weber
Deutschland 2021
20 Minuten
empfohlen ab 14 Jahren -  Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG



 
Der gut strukturierte und sequenzierte Dokumentarfilm widmet sich folgenden Fragestellungen: Wie funktionieren Verschwörungstheorien? Warum glauben Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Rolle spielt das Internet bei der Verbreitung? Welche Interessen stecken dahinter? Worin bestehen konkret die Gefahren – wie Antisemitismus und Antipluralismus? Das Medium stellt historische und aktuelle Verschwörungsgeschichten vor: von den angeblichen jüdischen Brunnenvergiftern im Mittelalter bis zur sogenannten „Bielefeld-Verschwörung“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es hinterfragt auch die jüngsten Mythen zu „Chemtrails“ oder die Leugnung der Existenz des Corona-Virus. Es wird auf die Urheber, Trittbrettfahrer und Nutznießer von Verschwörungstheorien hingewiesen und auf Bewegungen wie die „Reichsbürger“ oder die „Querdenker“ sowie auf deren ideologischen Unterbau eingegangen. Die Vernetzung und Wiederholung der Verschwörungsgeschichten und der immer wiederkehrende Antisemitismus werden ebenfalls beleuchtet. Das Medium vermittelt Medienkompetenz, um auch im Internet zwischen seriösen und unseriösen Quellen unterscheiden und Verschwörungstheorien entkräften zu können.
                                 
Schlagworte:
Mythenkritik, Verschwörungstheorien, Wahrheit, Social Media, Glaube, Medienkompetenz, Antisemitismus, Verleumdung, Hate Speech, Internet, Gefahren, Lüge




Heimweh

Cover Heimweh 450Trickfilm (Originaltitel: Homesick)
Regie: Koya Kamura
Frankreich, Japan 2018
27 Minuten
Empfohlen ab 14 - Lehrprogramm gemäß § 14 JuSchG




Der vorliegende Kurzspielfilm setzt sich mit der Bewältigung der Nuklearkatastrophe vom 11. März 2021 im japanischen Fukushima auseinander. Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe ist der junge Mann Murai in der Sperrzone unterwegs und sucht nach Gegenständen, die er an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgeben möchte, die wie er selbst in einer Notunterkunft leben. Eigentlich ist es aber etwas anderes, das ihn antreibt: Er ist auf der Suche nach Jun, seinem achtjährigen Sohn. Er will die Trauer über seine zerstörte Familie verarbeiten. In diesem Prozess geht es auch um die Suche nach neuem Sinn, Loslassenkönnen und einem Neuanfang.

Schlagworte:
Fukushima 2011, Atomkraft, Heimat, Familie, Vater-Sohn, Trauma, Trauerarbeit, Verlust, Umwelt, Bewahrung der Schöpfung, Japan, Liebe, Erinnerung, Traum, Gesundheit, Kommunikation, Hoffnung, Atomenergie, Trauer, Leid, Impulsfilm, Kurzfilmkino





Ich bin dein Mensch

ich bin dein mensch 320610050Spiel
film
Regie
: Maria Schrader
Deutschland 2021

104 Minuten
empfohlen ab 14 Jahren (FSK 12)




Alma, eine erfolgreiche Akademikerin, Mitte vierzig, lässt sich auf das wissenschaftliche Experiment ein, drei Wochen einen Androiden als möglichen Lebenspartner zu testen. Ihr wird der attraktive humanoide Roboter Tom zur Seite gestellt, dessen KI ganz auf ihre Bedürfnisse hin programmiert wurde. Tatsächlich rät Alma am Ende der Testphase von der Zulassung der Humanoiden als Lebenspartner ab. Denn Sie fragt sich: „Ist der Mensch wirklich gemacht für eine Befriedigung seiner Bedürfnisse, die per Bestellung zu haben ist? Sind nicht gerade die unerfüllten Sehnsüchte, die Fantasie und das ewige Streben nach Glück das, was uns zu Menschen macht?“ Der Film beantwortet weniger die typischen Fragen zu künstlicher Intelligenz: Sind Maschinen intelligent und können sie ein Bewusstsein entwickeln? Schon eher liefert er Impulse zur Frage "Was macht den Menschen zum Menschen?"

Schlagworte:
   künstliche Intelligenz, Kinofilm, Unterhaltung, Ethik, Digitalisierung, Gesellschaft, Werte, Mensch und Technik, Zukunft, Beziehungen, Liebe